Herzliche Verabschiedung von Wetterich mit Festgottesdienst
Pfarrerin und Schuldekanin Cornelia Wetterich hat Wertheim durch ihre Tatkraft und Offenheit über Jahrzehnte segensreich geprägt. Kollegen und Weggefährten sind voller Dank und Lob für ihr großes Engagement.
Am 1. Augsut 2025 wurde Schuldekanin Cornelia Wetterich mit einem Festgottesdienst in der vollen Stiftskirche nach 39 Dienstjahren verabschiedet.
Ekkehard Hüneburg, Vorsitzender der Bezirkssynode, begrüßte die zahlreichen Besucher. Neben Wetterichs Familie und ihren Kollegen in der Pfarrerschaft und bei den Religionslehrerinnen waren zahlreiche Weggefährten aus den verschiedensten Ecken der Badischen Landeskirche gekommen.
Ein Schüler von Wetterich las die Schriftlesung. Es handelte sich um den Tauf- und Missionsbefehl. Dekanin Wibke Klomp betonte: "Dieser Auftrag, Klein und Groß von Jesus Christus zu erzählen, das war Cornelia Wetterich bei all ihren vielfältigen Aufgaben sehr wichtig."
Wetterich hielt die Predigt. Im Mittelpunkt stand ein Vers aus der Apostelgeschichte (Monatsspruch August). Paulus sagt hier: „Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein“ (Apg. 26,22).
Für die Verkündigung des Evangeliums werden Zeugen gesucht, Menschen, die sich rufen lassen und das Wort Jesu verkünden. Ohne Paulus und viele andere Glaubenszeugen, gäbe es das Christentum heute nicht. Es geht nicht um die Kirche. Es geht vielmehr darum, dass Menschen Gottes Hilfe in ihrem Leben erfahren, dass sie wissen, ich muss nicht mit allen Schwierigkeiten allein fertig werden. Glaube wird nicht vererbt, er lebt vielmehr vom Weitersagen von einer Generation an die nächste. Deshalb ist religiöse Bildung in Kindertagesstätten und Schulen so wichtig.
Für die Verkündigung des Evangeliums werden Zeugen gesucht, Menschen, die sich rufen lassen und das Wort Jesu verkünden. Ohne Paulus und viele andere Glaubenszeugen, gäbe es das Christentum heute nicht. Es geht nicht um die Kirche. Es geht vielmehr darum, dass Menschen Gottes Hilfe in ihrem Leben erfahren, dass sie wissen, ich muss nicht mit allen Schwierigkeiten allein fertig werden. Glaube wird nicht vererbt, er lebt vielmehr vom Weitersagen von einer Generation an die nächste. Deshalb ist religiöse Bildung in Kindertagesstätten und Schulen so wichtig.
Gottes Hilfe erfahren
Wetterich sagt „Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag.“ Sie identifiziert sich mit diesen Worten des Apostels Paulus. Freilich hat Paulus die Botschaft von Jesus Christus unter Einsatz seines Lebens bezeugt. Das Leben derer, die Jesus verkündigen ist in unserem Land Gott sei Dank nicht bedroht. Doch auch heute bedarf es großer Anstrengungen, Mut, Hartnäckigkeit und viel Kreativität, um den Glauben authentisch zu bezeugen. All dies brachte Wetterich mit.
Pfarrerin und Schuldekanin aus Leidenschaft
Oberkirchenrat Wolfgang Schmidt entpflichtete sie und betonte: „Sie sind Pfarrerin und Schuldekanin aus Leidenschaft und das haben die Menschen gespürt.“ Helmut Wießner, Landessynodaler und Vorsitzender des Finanzausschusses der Badischen Landeskirche, Elke Hunecke, Dekanatsbeauftragte für Schulpastoral Tauberbischofsheim) und Gisela Bornowski, eine Studienfreundin, sprachen Wetterich Segenswünsche zu.
Oberkirchenrat Wolfgang Schmidt entpflichtete sie und betonte: „Sie sind Pfarrerin und Schuldekanin aus Leidenschaft und das haben die Menschen gespürt.“ Helmut Wießner, Landessynodaler und Vorsitzender des Finanzausschusses der Badischen Landeskirche, Elke Hunecke, Dekanatsbeauftragte für Schulpastoral Tauberbischofsheim) und Gisela Bornowski, eine Studienfreundin, sprachen Wetterich Segenswünsche zu.
Die Auftritte des Chores „Oktavenspringer“ unter der Leitung von Susanne Skirde waren musikalische Höhepunkte des Gottesdienstes. Jenny Amarell begleitete die Lieder am Klavier.
Wetterich sagte: „Mir ist so viel Gutes widerfahren.“ 1988 kam sie nach Wertheim und absolvierte ihr Vikariat. Anschließend wurde sie Pfarrerin in Eichel-Hofgarten. An diese Zeit erinnert sie sich sehr gerne zurück. Die Musicals „Josef“ und „Esther“ waren besondere Highlights aus dieser Zeit. Viele Familien hat sie von der Taufe der Kinder bis zu ihrer Konfirmation begleitet, berichtet der langjährige Kirchengemeinderat Erwin Röhrig.
Gemeinschaft erfahren
Seit 2012 war Wetterich Schuldekanin im Kirchenbezirk Wertheim. Hier waren das Reformationsspektakel 2017 in Wertheim und die Schülerbibeltage in Wertheim und Lauda besondere Höhepunkte ihrer Arbeit. "Doch allein hätte sie all das nie geschafft“, sagt die scheidende Schuldekanin. Immer fanden sich Menschen, aus den Gemeinden und aus dem Kollegenkreis, die ihr mit Rat und Tat zur Seite standen. Wertvoll war für sie auch der Austausch und die Unterstützung aus dem Kreis der Schuldekane. Natürlich gab es auch Enttäuschungen. Trotzdem hat sie nie die Lust an der Arbeit verloren.
Viele Weggefährten danken für die gute Zusammenarbeit
Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez dankte Wetterich dafür, dass sie für die Stadt Wertheim und die Menschen sehr viel getan hat. Er erinnerte an den Pfingstgottesdienst im Autokino in der Pandemie, den Familientag in Nassig, an Wetterichs Buch zum Andenken an die Schwestern des Diakonissen-Mutterhauses Hofgarten. Auch ihr Wirken in der neuen Vorschulgruppe auf dem Wartberg werde segensreiche Spuren hinterlassen.
Die geschäftsführende Schulleiterin der Wertheimer Schulen, Simone Schott, dankte Wetterich im Namen aller Schulleitungen und Lehrkräfte.
Elke Hunecke und Stella Schnellbach überbrachten gute Wünsche des katholischen Schuldekanats. Sie betonten die gute ökumenische Zusammenarbeit mit Wetterich.
Beate Großklaus, Schuldekanin von Heidelberg dankte ebenfalls für die gewinnbringende Zusammenarbeit. Gemeinsam mit anderen Schuldekanen und Weggefährten sang sie ein Loblied für Wetterich.
Susanne Skirde überbrachte den Dank der evangelischen Kindertagesstätten. Wetterich habe viele Fortbildungen für die Erzieherinnen angeboten.
Susanne Skirde überbrachte den Dank der evangelischen Kindertagesstätten. Wetterich habe viele Fortbildungen für die Erzieherinnen angeboten.
Erwin Röhrig, Vorsitzender der Kirchengemeinde Wertheim, sagte: Wetterich sei stets reflektiert und sachlich gewesen. Er schätze ihre klaren Worte.
Dekanin Wibe Klomp betonte, dass Wetterich ihre Tätigkeiten in der Landessynode und im Bezirkskirchenrat bis zum Ende der Wahlperiode weiter ausüben wird. Wenn sie gefragt wird, wird sie auch weiterhin Gottesdienste mit den Gemeinden feiern. Auch ihre Ehrenämter in den Leitungsgremien der Sozialstation, beim Diakonischen Wert und im Mutterhaus wird Wetterich weiterhin ausüben.
Zum Abschluss sangen die Kollegen und Kolleginnen aus dem Kreis der Pfarrer und Diakoninnen des Kirchenbezirks Wertheim zusammen mit allen Gottesdienstbesuchern ein fröhliches Danklied.
Im Anschluss wurden die Besucher zu einem Empfang in der Stiftskirche eingeladen. Viele nutzten die Möglichkeit, um Wetterich zu danken und sich persönlich von ihr zu verabschieden.
Petra Herold
