Nach sechs Jahren endet in der Evangelischen Kirche eine Wahlperiode. Am 1. Advent werden die neuen Kirchengemeinderäte gewählt. Diese wiederum bestimmen die neuen Synodalen. Auch die Synode des Kirchenbezirks Wertheim wird es so nicht mehr geben, da die drei Bezirke Wertheim, Mosbach und Adelsheim-Boxberg zum großen Kirchenbezirk Odenwald-Tauber fusionieren.
Grund genug für die Dekanin Wibke Klomp und Ekkehard Hüneburg, Vorsitzender der Synode, ein ganz besonderes Programm vorzubereiten. Diesmal sollte nicht die Gremienarbeit im Vordergrund stehen. Vielmehr ging es um den Dank für das Engagement der Synodalen und Kirchengemeinderäte in den vergangenen sechs Jahren.
Rückblick auf ereignisreiche Jahre
Die Synode beginnt mit einem Gottesdienst in der Stiftskirche. Dieser wird von Dekanin Wibke Klomp gemeinsam mit Mitgliedern des Bezirkskirchenrates und Kirchengemeinderäten gestaltet.
Die Bezirkskirchenräte blicken dabei auf die sechsjährige Amtsperiode zurück. Während der Pandemie wurden viele Schwierigkeiten und Einschränkungen gemeistert. Es galt für die Menschen da zu sein und trotzdem die jeweiligen Vorschriften einzuhalten. Viel Neues wurde ausprobiert. Es gab zum Beispiel Gottesdienst im Autohof Wertheim und im Freien.
Die zweite große Herausforderung waren die Strukturprozesse, die mit vielen Sparmaßnahmen einhergingen.
Welche Kirchengebäude können auch künftig mit Mitteln der Landeskirche gefördert werden? Der Bezirkskirchenrat hat Gespräche mit den Kirchengemeinderäten der einzelnen Gemeinden geführt und sich die Entscheidungen nicht leicht gemacht.
Viele gelungene Veranstaltungen
Auf viele gelungene Veranstaltungen konnten die Verantwortlichen zurückblicken, das Frauenmahl, die lange Nacht in der Stiftskirche am Reformationstag, die auch in diesem Jahr wieder großen Zuspruch erfuhr, der Kinder- und Jugendtag in Nassig, die Pop-up Kirche in Tauberbischofsheim, Tauffeste an der Tauber und am Mondsee. Ehrenamtlich Mitarbeitende haben einen Gottesdienst-Kurs gemacht, um Gottesdienste und Andachten durchführen zu können.
Ein Highlight war auch die Busfahrt anlässlich „500 Jahre Bauernkrieg“ zu den historischen Orten in unserer Region.
Neues ist entstanden
Es gibt eine neue Orgel in der evangelischen Kirche in Dertingen. Die Renschorgel der Stiftskirche wurde ausgereinigt und technisch saniert.
In Bestenheid ist ein neues Familienzentrum entstanden und auf dem Wartberg gibt es die „Soziale Mitte“. Hier werden wieder regelmäßig Gottesdienste, auch ökumenische, angeboten
Geehrt wurde im Gottesdienst die langjährige Prädikantin Martina Reinbold aus Königshofen. Sie ist wiederberufen worden und bekam von der Dekanin ihre Urkunde überreicht.
Seit 500 Jahren evangelische Pfarrer in Wertheim
Ekkehard Hüneburg erklärte: „Genau vor 500 Jahren hat der erste evangelische Pfarrer in Wertheim gepredigt. Später entstand das Großherzogtum Baden. 1810 kamen Tauberbischofsheim und Lauda-Königshofen zu Wertheim dazu.“
Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Bei einem festlichen Essen im Stiftshof konnten die Synodalen und Kirchengemeinderäte sich stärken.
Anschließend dankte Dekanin Klomp den Synodalen insbesondere für ihr Durchhalten während der Pandemie. Nicht zuletzt gilt ihr großer Dank Ekkehard Hüneburg, der die Synode engagiert und verlässlich durch die Jahre geleitet hat.
Künftige Veränderungen
Dem Leitungsteam des Kirchenbezirks Odenwald-Tauber werden die Dekanspersonen Wibke Klomp, Volkhard Krall und Ingolf Stromberger und die Schuldekane Birgit Niehaus und Gunnar Kuderer angehören. Die konstituierende Sitzung des neuen Kirchenbezirks Odenwald-Tauber findet am 9. Mai 2026 statt.
Der Höhepunkt des Abends war das Programm von Pfarrer und Kirchenkabarettist Ingmar Maybach aus der Landeskirche Hessen-Nassau.
Humor trifft Kirche
"Humor trifft Kirche", Maybach vereint dies in seiner „Wort-zum-Sonntag-Show“. Er begeisterte die Synodalen und Kirchengemeinderäte mit seiner „Christlich Satirischen Unterhaltung.“ Er gewährte den Besuchern einen Einblick von der Verzweiflung des Pfarrers bei der Predigtvorbereitung bis hin zu Bräuten und ihren Vorstellungen an den „großen Tag“.
Besonders seine Lieder, er spielte Gitarre und gleichzeitig Mundharmonika, begeisterten die Zuhörer.
Ein Abend, an den sich viele gerne erinnern werden, nicht nur, wenn sie den erhaltenen echten schwarzen Tee „Wertheimer Mischung“ genießen werden.
phe