Leise Töne überzeugen Publikum

- 28.11.2018 - 

Konzert: Sänger und Musiker begeisterten gleichermaßen / Konzert bildete Rahmen zur Ausstellung "Was bleibt"

Werke von Johann Sebastian Bach mit dem Chor der Stiftskirche Wertheim, dem Ensemble für Alte Musik Würzburg und Solisten wurden im Rahmen der Ausstellung „Was bleibt“ aufgeführt.

Wertheim. „Mensch, du musst sterben“, sang Solist Elias Wolf beim Konzert in der Stiftskirche in Wertheim und beschrieb damit die Stimmung des Tages, der am Totensonntag an die Verstorbenen erinnern soll. Es waren also keine heiteren Lieder, die an diesem Abend präsentiert wurden und doch spürte man eine ganz eigenwillige Stimmung, die mehr nach Aufbruch als nach Vergänglichkeit rief.

Den Anfang des Konzertes gestaltete der Chor der Stiftskirche mit der Motette „Unser Leben ist ein Schatten“ von Johann Bach (1604-1673). Der große Komponist Johann Sebastian Bach (1685-1750) schrieb viele kirchliche Lieder und Musik und sich ausführlich mit den verschiedenen Lebenssituationen beschäftigt. Besonders die getragenen, leisen Töne sind es, die an diesem Abend überzeugen.

Aus Würzburg

Zuständig war neben dem Stiftschor auch das Ensemble für Alte Musik aus Würzburg. Armin Köbler (Travers-/Blockflöte), Iris Desiée Balzereit (Blockflöte), Nara Jung (Violine), Margit Exner (Viola), Charlotte Schwenke (Gambe), Franziska Görg (Gambe), Matthias Schick (Violoncello), Ulrike Englert (Violone) und Brúnó Kaposi (Orgel) sorgten für die instrumentalen Akzente mit zeitgemäßen Instrumenten. Dadurch klangen Bachs Kompositionen noch authentischer. Doch auch die Solisten des Abends überzeugten unter der musikalischen Leitung von Katharina Wulzinger. Neben Anna Feith (Sopran) gelang dies auch Bianca Schütz (Alt), Stefan Schneider (Tenor) und Elias Wolf (Bass) in eindrucksvoller Weise.

Die Bezirksdiakoniepfarrerin Dr. Annegret Ade bereicherte den Abend mit Lesungen aus dem Neuen Testament und einer Meditation zum Thema: „Was bleibt“.

Die Ausstellung

Die Wanderausstellung ist nach ihrer Zeit im Wertheimer Grafschaftsmuseum derzeit in der Sparkasse in Tauberbischofsheim zu sehen und beschäftigt sich mit dem Thema, was von einem nach dem Tod bleibt – von persönlichen Dingen oder Gedanken.

In Wertheim hat diese Ausstellung die Besucher sehr zum Nachdenken angeregt.

Vom Konzert in der Stiftskirche bleibt mit Sicherheit die Klarheit der Stimmen und das perfekte Arrangement durch die musikalischen Leiterin, die es verstand, Chor, Solisten und Musiker zu einer Einheit werden zu lassen.

Alle Sänger, Solisten und Instrumentalisten gemeinsam unterhielten das Publikum sehr gut und nachhaltig. Deshalb dauerte es auch einen kleinen Augenblick bis der furiose Beifall einsetzte, denn der tief hinterlassene Eindruck musste sich erst einmal setzen.

 
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