Kunstwerk aus Tanz, Theater und Gesang

- 22.02.2018 - 

"Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat"

Das wird einer der Höhepunkte des Jahres im Kulturprogramm der Stadt: Die Proben für das Musical „Joseph“ laufen auf Hochtouren. Alle Mitwirkenden geben ihr Bestes und leisten Erstaunliches.

Quelle: Elmar Kellner
Bianka Schütz (vorn) ist eine der beiden Erzählerinnen im Musical „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“, einer Gemeinschaftsproduktion des Bezirkskantorats und der Bezirksjugendarbeit im Evangelischen Kirchenbezirk Wertheim. Die Premiere ist am 16. Juni.
Quelle: Elmar Kellner
In zwei der vier Aufführungen wird Tobias Rupprecht (Mitte) den "Joseph" spielen.

Wertheim. Soll man wirklich jetzt schon Vorfreude wecken? Bis zur Premiere sind es schließlich noch vier Monate. Und doch: man sollte sich bereits jetzt den 16. Juni dick im Kalender anstreichen. An diesem Tag, und an drei darauffolgenden Terminen, werden mehr als 70 Personen im Alter von sieben bis 85 Jahren auf der Bühne der Aula Alte Steige „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“ aufführen. Jenes Frühwerk, das den Ruhm der Musical-Päpste Andrew Lloyd Webber und Tim Rice begründete.

WISSENSWERTES RUND UM DIE AUFFÜHRUNGEN DES MUSICALS

Die Premiere des Musicals „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“ von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice findet am Samstag, 16. Juni um 18 Uhr in der Aula Alte Steige statt.

Weitere Aufführungen sind am Sonntag, 17. Juni um 20 Uhr, sowie am Samstag, 23. Juni, um 16 Uhr und am Sonntag, 24. Juni, um 18 Uhr geplant. Die Aufführungen dauern mit Pause etwa 120 Minuten.

Der Kartenvorverkauf startet am Samstag, 12. Mai, im Spiel- und Schreibwarenladen Knecht Rupprecht in der Rathausgasse in Wertheim.

Bereits jetzt können unter der E-Mailadresse joseph[at]ejuwe[dot]de Tickets im mittleren Block der Halle reserviert werden. Diese Karten müssen spätestens bis 30 Minuten vor der jeweiligen Vorstellung an der Abendkasse bezahlt werden. Die Abendkasse öffnet jeweils eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung.

Wer das Musical mit Spenden oder als Sponsor unterstützen möchte, kann sich ebenfalls unter der angegebenen E-Mail-Adresse melden. ek

Was einmal als Idee von Bezirkskantorin Katharina Wulzinger und Bezirksjugendreferent Alexander Kirchhoff begonnen hat, strebt einem – wenn die Eindrücke vom Probenbesuch nicht trügen – fulminanten Höhepunkt entgegen.

Seit mehr als einem Jahr arbeiten Wulzinger und Kirchhoff nun an der Realisierung des ehrgeizigen Projektes im Kirchenbezirk Wertheim. Beide haben schon Erfahrungen mit Musicalproduktionen an ihren vorherigen Wirkungsstätten. Und entsprechende Erwartungen, die es erst einmal zusammenzubringen galt. Beide verbindet, dass sie „viele Menschen unterschiedlichen Alters auf der Bühne für ein gemeinsames Vorhaben begeistern wollen“. Mit Gesang, Tanz und Theater.

Die Bezirkskantorin hat noch im Blick, dass sich über „Joseph“ der Chor der Stiftskirche verjüngen und die Kinder- und Jugendarbeit gestärkt werden könnte. Darsteller und Mitsänger wurden über Castings gesucht. Eines der ausgehängten Plakate sah Tobias Rupprecht und hat sich bei den Verantwortlichen gemeldet, wie Alexander Kirchhoff erzählt. Rupprecht ist ausgebildeter Musicaldarsteller und steht zur Zeit in der Produktion „The Lights of Broadway“ auf der Bühne des Opernhauses am Staatstheater Nürnberg. In Wertheim hat er nun zwei wichtige Funktionen übernommen: Er ist – neben Paul Schultheiss – einer von zwei „Josephs“. Gemeinsam mit Kerstin Ulrich ist er zudem für die Tanz-Choreografie verantwortlich. Eine große Herausforderung, da die Chorsänger bislang noch nie getanzt haben, jedenfalls noch nicht so, wie es im Musical von ihnen verlangt wird.

Wöchentlich wird im Stiftshof geprobt. Da gibt es eine Männerchorgruppe, deren Mitglieder auch noch die Brüder von „Joseph“ spielen. Dann eine Frauenchorgruppe, die neben der Bühne singen und den Jugendchor gesanglich unterstützen wird. Dieser, bestehend aus lauter Mädchen, singt, tanzt und spielt. Vor und neben der Bühne schließlich wird auch eine Kinderchorgruppe singen und spielen.

Kölner Regisseurin

Die musikalische Leitung von „Joseph“ liegt in den Händen von Katharina Wulzinger, die entsprechend die Hauptlast der Probenarbeit trägt. Gundula Schmidt, Theologin und Theaterpädagogin aus Köln, ist für die Regie zuständig. Für drei lange Theaterwochenenden kommt sie jeweils vom Rhein an den Main. Und dann gibt es noch Dominik Schultheiss, verantwortlich für Ton- und Lichttechnik. „Spannend bleibt bis zum Schluss der Probenphase, wie sich alle Bereiche aus Gesang, Tanz und Theater zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfügen“, so Wulzinger und Kirchhoff.

Mehr als nur ein Farbtupfer wird dabei die Musik sein. Ebenso wie live gesungen wird, wird auch live gespielt. Das Orchester, ein Mix aus Band und Bläsern, von zehn Musikern aus dem Würzburger Raum und auch Lehrern der Musikschule Wertheim, wird im Juni zu den letzten Proben dazukommen.

Gemeinsam mit Leonie Vestner, die im Evangelischen Kirchenbezirk gerade ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, kümmert sich Alexander Kirchhoff im Hintergrund noch um die organisatorischen Vorbereitungen. Dau gehört auch die Finanzierung. Die verschiedensten Fördertöpfe hat man angezapft, Spenden akquiriert, Sponsoren gesucht. „Aber ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass wir gerade in dem Bereich nicht noch unbegrenzt belastbar wären“, lacht der Bezirksjugendreferent.

Viele Helfer aus den Gemeinden, den Familien der Mitwirkenden, Freunde der Chöre engagieren sich, um „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“ zu einem Erfolg zu machen. Katharina Wulzinger und Alexander Kirchhoff sind sich einig: „Allein diese Menschen alle zusammenzubringen, dafür hat sich der ganze Aufwand jetzt schon gelohnt.“

 
Ansprechpartner
Katharina Wulzinger
Bezirkskantorin
Quelle: Dominik Schultheiss
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