Geschwisterlicher Besuchsdienst soll Potentiale aufzeigen und nicht kontrollieren

- 28.06.2018 - 

Visitation: Eine Kommission wird vom 4. bis zum 8. Juli die evanelische Kirchengemeinde Wertheim besuchen

WERTHEIM. Eine Visitation der Evangelischen Kirchengemeinde Wertheim – und damit die drei Pfarrgemeinden Wartberg, Emmaus und Bestenheid – findet vom 4. bis 8. Juli statt. Eine Kommission, bestehend aus einem Mitglied des Oberkirchenrates in Karlsruhe sowie Pfarrern und Ehrenamtlichen aus dem Kirchenbezirk, besucht die Gemeinde. Eine Visitation wird alle sechs bis acht Jahre angesetzt. Seit Monaten laufen die Vorbereitungen.

Visitation heißt „Besuch“. Es gibt sie schon, seit es christliche Gemeinden gibt. Paulus war der erste große Visitator, der die neu gegründeten Gemeinden besuchte und ihnen mit Rat, Mahnung und Kritik beistand. Im Zeitalter der Reformation lag der Blick bei einer Visitation darauf, ob und wie das Wort Gottes verkündigt und gelehrt wird.

Für die Zukunft ausrichten

Heute bezeichnet die Evangelische Landeskirche in Baden die Visitation als geschwisterlichen Besuchsdienst. Der Gemeinde wird Gelegenheit gegeben, sich vorzustellen und zu berichten, was gut und weniger gut läuft. Gemeinsam wird danach gesucht, wie sich die Gemeinde in ihrer Arbeit in Zukunft ausrichten möchte.

Daneben schaut die Visitationskommission auf die finanzielle Situation der Gemeinde und auf den Zustand der Gebäude. Sie prüft, ob die Verwaltung im Pfarramt ordnungsgemäß läuft und schaut schließlich auf die inhaltliche Arbeit der hauptberuflich tätigen Mitarbeiter. Im Vorfeld reichen die Pfarrerinnen und Pfarrer und die Ältestenkreise Berichte ein. In ihnen wird die Gemeinde und ihre Arbeit vorgestellt.

Ehrenamtliche sind eingebunden

In der Visitationswoche selbst nimmt die Kommission an Kirchengemeinderats- und Ältestensitzungen teil. An einem weiteren Abend lernt sie die ehrenamtlichen Mitarbeiter kennen. Es gibt Einzelgespräche mit den Pfarrerinnen und Pfarrern sowie Gespräche mit den Ältestenkreisen. Die Pfarrerinnen und Pfarrer legen Gottesdienst-Entwürfe vor und werden im Religionsunterricht besucht. Weiter begutachtet die Kommission die kirchlichen Gebäude und die Arbeit in den Pfarrbüros.

Wichtig ist zudem der Blick über die enge Gemeindearbeit hinaus. Es wird ein Treffen mit Mitarbeitenden des Diakonischen Werks geben, um die Frage in den Mittelpunkt zu stellen, wie die Gemeinde so viele Menschen wie möglich erreichen kann und wie die Gemeinde für Menschen da sein kann, die Hilfe brauchen.

Am Ende werden Ziele abgesprochen. In der Vereinbarung geht es darum, wie die Arbeit in der jeweiligen Gemeinde in den nächsten Jahren weitergehen soll, welche Aufgaben übernommen werden können und welche Stärken und Gaben vorhanden und zu nutzen sind.

Die vereinbarten Ziele werden am Sonntag, 8. Juli, im Anschluss an die evangelischen Gottesdienste bei Gemeindeversammlungen vorgestellt. Die Kommission berichtet bei dieser Zusammenkunft über ihre Eindrücke.

 
Ansprechpartner
Quelle: Pfr. Oliver C. Habiger
Petra Herold
Diakonin im Bezirk
Würzburger Str. 18
97941 Tauberbischofsheim
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