Alles unter einem Dach

- 19.12.2018 - 

Abschied Wegbegleiter berichten von ihren Erinnerungen an das Diakonissenmutterhaus

Hofgarten.Viele verbinden gute, nicht wenige liebevolle Erfahrungen und Erinnerungen mit dem Diakonissenmutterhaus Frankenstein und den Schwestern dort.

Quelle: Elmar Kellner
Sie teilten diese am Sonntagnachmittag mit den zahlreichen Besuchern des Gottesdienstes, mit dem Abschied zwar vom Gebäude, nicht aber vom Mutterhaus selbst genommen wurde. Renate Merkert, Mitarbeiterin in der Pflege, nahm die Gäste mit auf einen „virtuellen Rundgang“ durch das Haus mit seinen langen Fluren auf jeder Etage, das eigentlich aus mehreren Gebäuden besteht, „Gotteshilfe“ und „Gottestreue“ genannt. In Merkerts, aber auch in anderen, folgenden, Erzählungen immer wieder genannt wurde die „Schwesternfreude“, die „gute Stube des Hauses“.

Im Außeneinsatz

Die Schwestern, machte die Rednerin deutlich, legten und legen bis heute Wert auf ein offenes Haus. Kontakte wurden und werden gepflegt, Veranstaltungen finden viele Besucher. Schuldekanin Cornelia Wetterich berichtete von einem Gespräch mit Schwester Charlotte Kranz, in dem diese sich unter anderem daran erinnerte, dass Diakonissen „im Außeneinsatz“ im Sommer immer eine Woche ihres Urlaubs im Mutterhaus verbrachten und „immer gleich dazu gehörten. Es war immer ein Haus zum Wohlfühlen, man war nie allein, immer Teil einer vielfältigen Gemeinschaft“.

Der Speisesaal, in dem nun auch der Gottesdienst stattfand, sei besonders zur Weihnachtszeit wichtig gewesen. Im Mutterhaus habe man alles unter einem Dach gefunden, „was uns wichtig ist und uns ausmacht“. Lisbeth Götzelmann aus Höhefeld ist 1956 als, damals noch nicht so genannte, Auszubildende ins Mutterhaus gekommen. Ihre Erinnerungen trug Wolfgang Reiner vor. „Hier ist ja alles riesig“, so der erste Eindruck der Schülerin, „und immer alles sauber, aufgeräumt und klar geregelt“.

Freundlich sei sie von der Pfortenschwester begrüßt und ihr dadurch die erste Scheu genommen worden. Man habe interessante Persönlichkeiten kennengelernt und viel von der Welt erfahren.

Durch Geschäftsführerin Carolin Thies berichtete Heidi Denkena von Familienbesuchen bei ihrer Cousine, Schwester Charlotte. Auch sie habe die Atmosphäre im Mutterhaus immer als etwas Besonderes empfunden, Es sei „ein Ort der Ruhe, man konnte eintauchen und sich geborgen fühlen“. Zum Vorbereitungsteam des Frauenfrühstücks gehört Elisabeth Ruf.

Die Idee zu dieser Veranstaltungsreihe habe die damalige Oberin, Schwester Irmgard aus Stuttgart mitgebracht, berichtete sie. Elfriede Hartig, die Mutter von Gaby Böttcher, war Bewohnerin eines Appartements im Mutterhaus. Seit sie denken könne, sei sie damit verbunden gewesen, berichtete die Tochter und in den mehr als fünf Jahren im betreuten Wohnen sei sie ganz in diese besondere Gemeinschaft integriert worden. „Es gab immer ein liebes Wort für meine Mutter und auch für uns.“

Gemeinsam mit Pfarrerin Dr. Verena Mätzke erzählte Böttcher dann auch von den engen Verbindungen zwischen dem Mutterhaus und der Kirchengemeinde, die vielfältigen Ausdruck fanden und auch weiter bestehen sollen. ek

 
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